Auszeichnung für Engagement im kolumbianischen Friedensprozess

Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen erhält Carlos-Lemos-Simmonds-Orden

(pug) Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen gehört zu den diesjährigen Preisträgern des kolumbianischen Carlos-Lemos-Simmonds-Ordens. Die Kolumbianische Pressegesellschaft und die Deutsche Botschaft in Bogotá zeichnen ihn damit für sein Engagement im kolumbianischen Friedensprozess aus. Ambos ist einer der internationalen Berater der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien. Der Preis wird  für besondere Verdienste um Transparenz, Demokratie, deutsch-kolumbianische Freundschaft und gesellschaftliche Entwicklung verliehen.

„Diese Ehrung gilt denen, die sich für Transparenz in Unternehmen, in Stadtverwaltungen und im Sicherheitswesen einsetzen, jeder auf seinem jeweiligen Gebiet“, sagte der deutsche Botschafter in Bogotá, Peter Ptassek, im Rahmen der feierlichen Zeremonie im Boyacá-Salon des kolumbianischen Kongresses am 17. September.„Danke für Ihr Engagement zur Verbesserung dieses Landes. Sie sind die Helden dieses Augenblicks.“

„Nach fast 30 Jahren Arbeit in und zu Kolumbien freut mich diese Ehrung sehr“, erklärte Ambos. „Ich empfinde sie auch als Bestätigung für mein Bemühen um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Forschung und Lehre, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Errichtung des deutsch-kolumbianischen Friedensinstituts, an dem auch die Universität Göttingen maßgeblich beteiligt ist.“

Ambos war im Dezember 2017 zum Berater des Sondergerichts für den Frieden in Kolumbien gewählt worden. Das Sondergericht ist Bestandteil des Friedensvertrags zwischen der Guerillagruppe FARC-EP und der kolumbianischen Regierung vom November 2016. Er leitet die Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) an der Universität Göttingen, die auch eine der Partnereinrichtungen des kürzlich eröffneten Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto CAPAZ) ist. Weitere Informationen sind im Internet unter http://cedpal.uni-goettingen.deund www.page.instituto-capaz.orgzu finden.

 

Kontakt:

Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL)

Georg-August-Universität Göttingen – Juristische Fakultät

Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7834

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http://cedpal.uni-goettingen.de

Seminar im WS 2018/19

Seminar

„Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden im Rahmen    transnationaler Strafverfolgung“

Im Rahmen der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, der Korruption, des Terrorismus u.a. transnationaler Erscheinungsformen der Kriminalität laufen zahlreiche Ermittlungsmaßnahmen aufgrund der auftretenden Beweisschwierigkeiten ins Leere. Die Zerschlagung der diesen Straftaten zugrundeliegenden kriminellen und terroristischen Strukturen erfordert ein Eindringen in den Kern der jeweiligen Organisationen. Dies wird u.a. dadurch versucht, aussagewillige und kooperationsbereite Täter, Gehilfen und Mitwisser zur Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu gewinnen. Ein Anreiz zu dieser Zusammenarbeit besteht in der Milderung einer zu erwartenden Strafe.

Der Ansatz, solche Ermittlungshilfe strafmildernd zu berücksichtigen, ist dem deutschen Strafrecht nicht fremd. Über die Legitimität und den Nutzen strafrechtlicher Kronzeugenregelungen wird hierzulande bereits seit den 1970er Jahren intensiv diskutiert. Die neue Kronzeugenregelung aus dem Jahr 2009 wurde 2013 nach z.T. heftiger Kritik wieder eingeschränkt. Im anglo-amerikanischen Rechtskreis ist die belohnte Kooperation im Strafverfahren weniger umstritten, was auch auf dessen Struktur als adversatorisches Verfahrensmodell zurückzuführen ist.

Das Seminar soll den existierenden Kooperationsformen in nationalen Strafverfahren auf den Grund gehen. Dabei sind primär Kooperationsformen im Ermittlungsverfahren gemeint; darüber hinaus können aber auch andere Möglichkeiten eines Entgegenkommens durch die betreffenden Akteure – z.B. im Rahmen einer Verständigung – beleuchtet werden. Dabei soll das ausländische Recht, insbesondere im angloamerikanischen Bereich, besonders berücksichtigt werden.

Eine erste Vorbesprechung findet statt am

18.07.2018 um 18.30 Uhr s.t.

im Seminarraum in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

 

 

Law Clinic Strafprozess ab SoSe 2018

Law Clinic Strafprozess

 

Ab dem Sommersemester 2018 veranstaltet Prof. Stefan König (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht) zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos (Richter an den Kosovo Sonderkammern) und Dr. Torben Asmus (Oberstaatsanwalt) eine „Law Clinic Strafprozess“.

Die Law Clinic wird die praktische Seite der Ausbildung im Strafprozessrecht beleuchten, vor allem durch die Einbindung von Strafverteidigern der Region in Form von Praktika und Modulen, eingebettet in die Vertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht (Sommersemester) und eine Seminarveranstaltung (Wintersemester). Die Praktika sollen in den dazwischenliegenden Semesterferien stattfinden. Die gesamte Veranstaltung soll also ca. 10 Monate dauern. U.a. können Schlüsselqualifikationen, Praktikums- und Seminarscheine erworben werden.

Weitere Informationen finden SIe unter Lehre - Law Clinic Strafprozess

Facebook:

@LawClinicStrafprozessUniGoe

Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts

Herr RiLG Prof. Ambos hat als Mitglied eines Konsortiums der Uni Göttingen, Giessen, FU Berlin und des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung den Zuschlag zu der von der Bundesregierung betriebenen Errichtung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI, Instituto Colombo Alemán para la Paz, ICAP) in Bogota, Kolumbien erhalten. Das Projekt wird seitens der juristischen Fakultät maßgeblich von der Forschungstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) und dem Institut für Landwirtschaftsrecht  (Prof. Martínez) unterstützt. Es wird vom DAAD aus Mitteln des AA für eine Dauer von 10 Jahren mit jährlich € 400.000 gefördert. Nähere Infos erhalten Sie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Führende Strafrechtslehrer aus England (später auch USA/Kanada) beleuchten Konzepte und Grundlagen des anglo-amerikanischen Straf- und Strafprozessrechts

Hier gelangen Sie zur Vortragsreihe

 

Die Vorlesung befasst sich mit den Grundzügen des Strafprozessrechts und setzt folgende Schwerpunkte:

  • rechtsstaatliche Prozessgrundsätze
  • die Rolle der Verfahrensbeteiligten: Gericht, Beschuldigter, Verteidiger, Zeugen, Staatsanwalt
  • die strafprozessualen Zwangsmaßnahmen in ihren Voraussetzungen und Problemen
  • das Beweisrecht

In der Vorlesung werden besonders die Bezüge zur Praxis hergestellt und einzelne Vorlesungsstunden ggf. von ausgewiesenen Praktiker gehalten.

 

Gliederung der Vorlesung Strafprozessrecht - SoSe 2018 (PDF)

 

Ort & Zeit:

Donnerstags von 09:00 bis 12:00 im ZHG 102

 

Klaususrtermin:

Montag den 23.07.2018 von 9:00 - 12:00 im ZHG 010

 

Materialien:

Die Vorlesungsmaterialien erhalten Sie über StudIP.

Neue Veröffentlichungen & Interviews

Voranzeige: Nationalsozialistisches Strafrecht

Nationalsozialistisches Strafrecht

Kontinuität und Radikalisierung


2019, Rund 160 S., Broschiert,

ISBN 978-3-8487-5631-5

In Vorbereitung für Februar 2019

 

Derecho Penal Internacional Económico

Derecho Penal Internacional Económico


ISBN: 978-84-9197-770-4

Editorial: Aranzadi

Número de Edición: 0

Pedidos: www.thomsonreuters.es

Neuerscheinung: Wirtschaftsvölkerstrafrecht

Wirtschaftsvölkerstrafrecht

Grundlagen der völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen


2018, Duncker & Humblot, 95 Seiten

ISBN 978-3-428-15515-6

A4 Fyler

(Vor) Bestellen

Lehrbuch: Internationales Strafrecht - 5. Auflage

Internationales Strafrecht


5. Auflage 2018. Buch. Rund 800 S. Softcover

C.H.BECK-Verlag,  ISBN 978-3-406-71118-3

Vorbestellbar im Beck-Shop unter beck-shop.de/bsamkp

Reuensionen zu den Vorauflagen finden Sie hier.

European Criminal Law

European Criminal Law


Publisher: Cambridge University Press

Target online publication date: March 2018

Online ISBN: 9781316348628

Preorder: www.cambridge.org

Die Armen als Kriminelle - Ein Gastbeitrag von Prof. Ambos, Süddeutsche Zeitung, 31.10.2018, S. 6
"Ein rechter Populismus" - Interview mit Herrn Professor Ambos, Detektor.fm, 13.09.2018
Prof. Dr. Kai Ambos on Responsibility of the Superior and the JEP

Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos talked recently with Colombian media and referred to the Responsibility of the Superior, the political participation of ex-combatants of the FARC-EP guerrilla, among other current issues.

Prof. Dr. Ambos is ‘Amicus Curiae’ of the JEP that means he presents arguments or information to that court. He is a highly acclaimed expert in International Criminal Law and Transitional Justice and Director of the Center for the Study of Criminal Law and Latin American Criminal Procedure (CEDPAL) at the University of Göttingen, which is a founding member of the CAPAZ Institute consortium. Kai Ambos is spokesperson of the University of Göttingen at CAPAZ [...]

http://www.page.instituto-capaz.org