Seminar im WS 2018/19

Seminar

„Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden im Rahmen    transnationaler Strafverfolgung“

Im Rahmen der Bekämpfung der organisierten Kriminalität, der Korruption, des Terrorismus u.a. transnationaler Erscheinungsformen der Kriminalität laufen zahlreiche Ermittlungsmaßnahmen aufgrund der auftretenden Beweisschwierigkeiten ins Leere. Die Zerschlagung der diesen Straftaten zugrundeliegenden kriminellen und terroristischen Strukturen erfordert ein Eindringen in den Kern der jeweiligen Organisationen. Dies wird u.a. dadurch versucht, aussagewillige und kooperationsbereite Täter, Gehilfen und Mitwisser zur Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu gewinnen. Ein Anreiz zu dieser Zusammenarbeit besteht in der Milderung einer zu erwartenden Strafe.

Der Ansatz, solche Ermittlungshilfe strafmildernd zu berücksichtigen, ist dem deutschen Strafrecht nicht fremd. Über die Legitimität und den Nutzen strafrechtlicher Kronzeugenregelungen wird hierzulande bereits seit den 1970er Jahren intensiv diskutiert. Die neue Kronzeugenregelung aus dem Jahr 2009 wurde 2013 nach z.T. heftiger Kritik wieder eingeschränkt. Im anglo-amerikanischen Rechtskreis ist die belohnte Kooperation im Strafverfahren weniger umstritten, was auch auf dessen Struktur als adversatorisches Verfahrensmodell zurückzuführen ist.

Das Seminar soll den existierenden Kooperationsformen in nationalen Strafverfahren auf den Grund gehen. Dabei sind primär Kooperationsformen im Ermittlungsverfahren gemeint; darüber hinaus können aber auch andere Möglichkeiten eines Entgegenkommens durch die betreffenden Akteure – z.B. im Rahmen einer Verständigung – beleuchtet werden. Dabei soll das ausländische Recht, insbesondere im angloamerikanischen Bereich, besonders berücksichtigt werden.

Eine erste Vorbesprechung findet statt am

18.07.2018 um 18.30 Uhr s.t.

im Seminarraum in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

 

 

Law Clinic Strafprozess ab SoSe 2018

Law Clinic Strafprozess

 

Ab dem Sommersemester 2018 veranstaltet Prof. Stefan König (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht) zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos (Richter an den Kosovo Sonderkammern) und Dr. Torben Asmus (Oberstaatsanwalt) eine „Law Clinic Strafprozess“.

Die Law Clinic wird die praktische Seite der Ausbildung im Strafprozessrecht beleuchten, vor allem durch die Einbindung von Strafverteidigern der Region in Form von Praktika und Modulen, eingebettet in die Vertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht (Sommersemester) und eine Seminarveranstaltung (Wintersemester). Die Praktika sollen in den dazwischenliegenden Semesterferien stattfinden. Die gesamte Veranstaltung soll also ca. 10 Monate dauern. U.a. können Schlüsselqualifikationen, Praktikums- und Seminarscheine erworben werden.

Weitere Informationen finden SIe unter Lehre - Law Clinic Strafprozess

Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts

Herr RiLG Prof. Ambos hat als Mitglied eines Konsortiums der Uni Göttingen, Giessen, FU Berlin und des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung den Zuschlag zu der von der Bundesregierung betriebenen Errichtung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI, Instituto Colombo Alemán para la Paz, ICAP) in Bogota, Kolumbien erhalten. Das Projekt wird seitens der juristischen Fakultät maßgeblich von der Forschungstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) und dem Institut für Landwirtschaftsrecht  (Prof. Martínez) unterstützt. Es wird vom DAAD aus Mitteln des AA für eine Dauer von 10 Jahren mit jährlich € 400.000 gefördert. Nähere Infos erhalten Sie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Führende Strafrechtslehrer aus England (später auch USA/Kanada) beleuchten Konzepte und Grundlagen des anglo-amerikanischen Straf- und Strafprozessrechts

Hier gelangen Sie zur Vortragsreihe

 

Die Vorlesung Völkerstrafrecht, einschließlich Humanitäres Völkerrecht wird jeweils im WS angeboten und zählt zum Wahlbereich der Schwerpunkte 5 und 6. Das Völkerstrafrecht hat mit der Errichtung der ad-hoc-Tribunale für das ehem. Jugoslawien und Ruanda und der Gründung des ständigen Internationalen Strafgerichtshofs sowie der Schaffung zahlreicher gemischter internationaler Tribunale zunehmend an Bedeutung gewonnen. Auch in diesem Bereich ist immer mehr deutsche juristische Kompetenz gefordert, wie etwa die steigende Zahl deutscher Juristen bei den genannten Tribunalen zeigt. Doch auch darüber hinaus gewinnt das Völkerstrafrecht zunehmend als supranationales Strafrecht für bestimmte Kernverbrechen (Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen) an Bedeutung. Das Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs hat in Deutschland zu zwei wichtigen neuen Gesetzen, nämlich dem Völkerstrafgesetzbuch und dem IStGH-Ausführungsgesetz geführt. Das Völkerstrafrecht wird vielfach vom Humanitären Völkerrecht (Recht des bewaffneten Konflikts) beeinflusst und zwar vor allem im Hinblick auf die Strafbarkeit von im bewaffneten Konflikt begangenen Verbrechen.

 

Veranstaltungstermine:

Mittwoch, 18:00 - 20:00 Uhr

 

Veranstaltungsort:

ZHG 1.141

 

Prüfungstermine:

01.02.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

 

Materialien zur Vorlesung:

Die Materialien zur Veranstaltung erhalten Sie bei StudIP.

 


Internationales Strafrecht

5. Aufl. 2018

Mehr Informationen.

IntStrafrecht-Fallbuch.jpg

Fälle zum Internationalen Srafrecht

1. Aufl. 2010

Mehr Informationen.

 

Volume I:

Foundations and
General Part (2013)

ISBN: 9780199657926

 

Volume II:

The Crimes and
Sentencing (2014)

ISBN: 9780199665600

 

Volume III:

Procedure, Cooperation, and Implementation (2016)

ISBN: 9780199665617

 

Anmeldung & Fristen:

Eine Anmeldung für alle Leistungsnachweise ist erforderlich und wird über das Online-Anmeldesystem GAIUS vorgenommen. Bitte beachten Sie unbedingt die Anmeldefristen. Eine nicht fristgemäß vorgenommene Anmeldung kann leider nicht berücksichtigt werden.

Neue Veröffentlichungen & Interviews

Neuerscheinung: Wirtschaftsvölkerstrafrecht

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Grundlagen der völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen


2018, Duncker & Humblot, 95 Seiten

ISBN 978-3-428-15515-6

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Lehrbuch: Internationales Strafrecht - 5. Auflage

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Reuensionen zu den Vorauflagen finden Sie hier.

European Criminal Law

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