Wahl zum Berater (amicus curiae) der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos wurde am 6.12.2017 nach einem kompetitiven Auswahlverfahren zum Berater (amicus curiae) der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz - JEP) ausgewählt.

siehe: Juristische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und Pressemitteilung KSC

Korrekturassistenten für die Zwischenprüfungsklausur & -Hausarbeit gesucht!

 

Für die Korrektur der Klausur im Strafrecht I werden ab sofort Korrekturassistenten für die Zeit

vom 07.02.2018 bis 28.03.2018

gesucht (PDF).

 

Für die Korrektur der Hausarbeit im Strafrecht I werden ab sofort Korrekturassistenten für die Zeit

vom 10.04.2018 bis 22.05.2018

gesucht (PDF).

Voraussetzung ist das 1. Juristische Staatsexamen mit überdurchschnittlichem Erfolg (vollbefrie-digend).

Die Vergütung erfolgt nach den üblichen Standards.

Bewerbungen per e-mail senden Sie bitte an das Sekretariat:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Stellenausschreibung: wissenschaftliche Hilfskraft zum 01.04.2018 gesucht

Zum 01.04.2018 suchen wir ein wissenschaftliche Hilfskraft. Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier: Stellenausschreibung

 

Seminar von Prof. König im WS 2017/18: Verteidigung gegen und bei Untersuchungshaft

Der Vollzug von Untersuchungshaft bedeutet für Beschuldigte die gravierendste Belastung während des Ermittlungs- und Strafverfahrens. Untersuchungshaft sei Freiheitsberaubung an einem Unschuldigen, hat Hassemer, ehemaliger Vizepräsident des BVerfG pointiert formuliert.Dabei sind in der Regel die Auswirkungen von Untersuchungshaft wesentlich einschneidender für die Gefangenen, als der Vollzug von Strafhaft. Die Verhaftung trifft sie in der Regel weitgehend unvorbereitet. Die Einschränkungen im U-Haft- Vollzug sind intensiver als beim Vollzug einer Freiheitsstrafe. Die Perspektive, die Freiheit wiederzuerlangen, ist, zumal zu Beginn der Haft, ungewiss.

Bei dem Seminar wird es also darum gehen, der Frage nachzugehen, inwiefern die strafprozessualen Regelungen der Voraussetzungen für den Erlass eines Haftbefehls und für die dagegen zur Verfügung stehenden Rechtsmittel geeignet sind,  die fragile Balance zwischen Unschuldsvermutung und Verfahrenssicherung grundrechtsschonend auszutarieren. Dabei geht es nicht nur um die Möglichkeiten der Verteidigung, Erlass bzw. Vollzug von Haftbefehlen zu verhindern, sondern auch darum, unter welchen Bedingungen die Verteidigung inhaftierter Beschuldigter geführt werden kann. Von Bedeutung ist auch die gesetzliche Regelung des Untersuchungshaftvollzuges, die die Rechtsstellung des Gefangenen im Vollzug gestaltet, ein von der Verteidigung häufig vernachlässigtes Gebiet.

Das Seminar soll als Blockseminar im Januar 2018 an einem Freitag und einem Samstag durchgeführt werden. Wenn die Zeit ausreicht, soll zu Beginn auch die für Göttingen zuständige Untersuchungshaftanstalt besucht werden.

Die Vorbesprechung findet statt am

Donnerstag, 13.7.2017 um 14.00 Uhr

im Seminarraum rechts in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms (Eingang über die 3. Etage).

 

Seminar im WS 2017/18 zum Internationalen Strafrecht - Internationale Strafjustiz und Kosovo

Im Auftrag des Europarats publizierte der frühere schweizerische Europaratsabgeordnete Dick Marty 2011 einen spektakulären Bericht, in dem er eine Gruppe innerhalb der Kosovarischen Befreiungsarmee UCK beschuldigte, nach Kriegsende im Juni 1999 widerrechtliche Tötungen, Entführungen, sexuelle Gewalt und Zwangsvertreibung vorgenommen zu haben. Die meisten Opfer seien Serben und Roma gewesen. In einer „Handvoll“ von Fällen, wie sich Marty damals ausdrückte, sollen Opfern auch Organe entnommen worden sein. Um diese Taten abzuurteilen, billigte am 3. August 2015 das kosovarische Parlament eine Verfassungsänderung, die den Weg für die Schaffung eines Sondertribunals mit Sitz in Pristina und Den Haag ebnete. Das Tribunal ist als Produkt der European Union Rule of Law Mission in Kosovo (EULEX) ein einzigartiges EU Straftribunal, das durch wichtige Drittstaaten unterstützt wird.

Dieses Seminar nimmt die Schaffung des Sondertribunals zum Anlass, nicht nur generellen völker- und europastrafrechtlichen Fragestellungen nachzugehen. Es soll auch Gelegenheit bieten, die Besonderheiten der Schaffung des Sondertribunals im Kosovo zu beleuchten. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten können sich daher nicht nur allgemeinen Fragestellungen aus dem Bereich des Völkerstrafrechts widmen, sondern sind ermutigt, auf Hintergründe des Kosovokonflikts, Rechtsquellen, Zuständigkeitsfragen (etwa Abgrenzung zum Jugoslawientribunal) usw. einzugehen. Auch drängen sich relevante Fragen aus dem Bereich des Europäischen Strafrechts und des Europäischen Menschenrechtsschutzes auf.

 

Eine erste Vorbesprechung findet statt am 13.7.2017 um 17.00 Uhr s.t. im Seminarraum links in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

 

Seminaraushang

 

 

Ernennung von Professor Ambos zum Richter am Sondergericht für Kosovo

Herr Prof. Ambos wurde nach einem kompetitiven nationalen und internationalen Auswahlverfahren – insgesamt wurden 92 Kandidaten/-innen von den Gründungsstaaten nominiert, darunter 9 von Deutschland - zum Richter am Sondergericht für Kosovo (Kosovo Specialist Chambers- KSC) ernannt. Die KSC sind ein internationales Sondertribunal mit Sitz in Den Haag, das von der EU und einigen weiteren Staaten (Kanada, Norwegen, Schweiz, Türkei und USA) aufgrund einer vom kosovarischen Parlament im Jahre 2015 angenommenen Rechtsgrundlage errichtet wurde. Seine Zuständigkeit bezieht sich auf Verbrechen, die zwischen dem 1.1.1998 und 31.12.2000 im Kosovo begangen worden sein sollen und insbesondere in einem Europaratsbericht aus 2011 dokumentiert worden sind. mehr...

Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts

Herr RiLG Prof. Ambos hat als Mitglied eines Konsortiums der Uni Göttingen, Giessen, FU Berlin und des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung den Zuschlag zu der von der Bundesregierung betriebenen Errichtung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI, Instituto Colombo Alemán para la Paz, ICAP) in Bogota, Kolumbien erhalten. Das Projekt wird seitens der juristischen Fakultät maßgeblich von der Forschungstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) und dem Institut für Landwirtschaftsrecht  (Prof. Martínez) unterstützt. Es wird vom DAAD aus Mitteln des AA für eine Dauer von 10 Jahren mit jährlich € 400.000 gefördert. Nähere Infos erhalten Sie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Führende Strafrechtslehrer aus England (später auch USA/Kanada) beleuchten Konzepte und Grundlagen des anglo-amerikanischen Straf- und Strafprozessrechts

Hier gelangen Sie zur Vortragsreihe

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