Sachverhalt der Hausarbeit (Vorgerücktenübung)

Den Sachverhalt der Hausarbeit (Vorgerücktenübung) finden Sie hier.

Stellenausschreibung: Korrekturassistenten zum 01.08.2019

Für die Korrektur der Semesterabschlussklausur im Strafprozessrecht im Sommersemester 2019 werden ab sofort Korrekturassistenten (m/w/d) für die Zeit vom 01.08.2019 bis 30.09.2019 gesucht.  Die vollständige Stellenausschreibung finden sie hier: Stellenausschreibung

 

Seminar im WiSe 2019/2020 "Waffen und Waffensysteme im (Humanitären) Völker(straf)recht"

Dieses Seminar nimmt die Waffe in den Fokus und bewertet sie aus Sicht des (Humanitären) Völker(straf)rechts sowie nationalen Rechts. Gegenstand der Arbeiten können Massenvernichtungswaffen, konventionelle Waffen oder sogar Anti-Satellitenwaffen sein. Auch autonome Waffensysteme sind angesprochen (betrifft Systeme in allen Operationssphären: Luft, Boden, im und unter Wasser, Weltraum und Cyberspace). Kandidaten/Kandidatinnen dürfen auch Ihrer Phantasie freien Lauf lassen: Welche Waffen könnten in Zukunft eingesetzt werden, die heute gänzlich unbekannt sind? Es können sogar hypothetische Überlegungen auf der Grundlage des Sci-Fi Genres gezogen werden. Inhaltlich können die Arbeiten den Fokus auf Waffendefinitionen, Waffenregulierung und die Pönalisierung des Besitzes und Einsatzes von Waffen legen. Methodisch darf es sich um empirische, strafrechtstheoretische, historische aber auch rechtsvergleichende Analysen handeln. Ein Bezug zum nationalen Recht ist willkommen.

Eine Vorbesprechung findet statt am Montag, 15. Juli 2019 um 17:00 Uhr s.t. im Seminarraum links in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

Nähere Informationen zum Seminar finden Sie hier: Seminarankündigung

 

Seminar im SoSe 2019

 

NS-Gedankengut im Strafrecht - Relikt oder Renaissance?

Die AfD sitzt als größte Oppositionsfraktion im Bundestag, in Dresden, Cottbus und Chemnitz gehen Tausende gegen Zuwanderung auf die Straße und obwohl immer weniger Flüchtlinge ins Land kommen, diskutiert das Land nun schon seit Jahren über Abschiebung und Integration. Dem zugrunde liegt eine Entwicklung am rechten Rand der Gesellschaft – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Davon betroffen sind auch und vor allem Entwicklungen im Strafrecht. Mit ihrer Zweidrittelmehrheit hat die Fidesz-Regierung von Ministerpräsident Orbán in Ungarn z.B. eine Verfassungsänderung durchgesetzt, die Erinnerungen an die nationalsozialistische Gesetzgebung gegen „Gemeinschaftsfremde“ und „Asoziale“ weckt. Das ist auch für Deutschland wichtig. Es zeigt, was passieren würde, wenn die AfD (mit-)regieren würde - immerhin sieht sich die Partei an der Seite Ungarns. Der Gesetzesentwurf der AfD „zur Verbesserung der Inneren Sicherheit“ vom 16.10.2018 gibt einen ersten Vorgeschmack darauf.

Dieses Seminar soll untersuchen, inwiefern NS-Gedankengut bis in unser heutiges Strafrecht hineinwirkt und/oder die Neue Rechte dieses erst wiederentdeckte. Laut Radikalisierungsthese und der ihr zugrundeliegenden Kontinuitätsthese kam das NS-Strafrecht weder aus dem Nichts noch ist es nach 1945 völlig verschwunden. Diese personelle und sachliche Kontinuität erklärt nicht nur das verbreitete Schweigen („kommunikatives Beschweigen“), sondern auch die fehlende accountability zahlreicher belasteter Juristen, die durch die „tabula rasa Politik“ der Adenauer-Regierung und die bis 1989 (!) vor allem mit Hilfe des Auswärtigen Amts aktive „Kriegsverbrecherlobby“ auf höchster Ebene sanktioniert wurde. Daran schließt die identitäre Rekonstruktion des germanischen Mythos durch die „neue Rechte“ nahtlos an.

Eine erste Vorbesprechung findet statt am

31.01.2019 um 18.00 Uhr s.t.

im Seminarraum in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

Auszeichnung für Engagement im kolumbianischen Friedensprozess

Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen erhält Carlos-Lemos-Simmonds-Orden

(pug) Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen gehört zu den diesjährigen Preisträgern des kolumbianischen Carlos-Lemos-Simmonds-Ordens. Die Kolumbianische Pressegesellschaft und die Deutsche Botschaft in Bogotá zeichnen ihn damit für sein Engagement im kolumbianischen Friedensprozess aus. Ambos ist einer der internationalen Berater der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien. Der Preis wird  für besondere Verdienste um Transparenz, Demokratie, deutsch-kolumbianische Freundschaft und gesellschaftliche Entwicklung verliehen.

„Diese Ehrung gilt denen, die sich für Transparenz in Unternehmen, in Stadtverwaltungen und im Sicherheitswesen einsetzen, jeder auf seinem jeweiligen Gebiet“, sagte der deutsche Botschafter in Bogotá, Peter Ptassek, im Rahmen der feierlichen Zeremonie im Boyacá-Salon des kolumbianischen Kongresses am 17. September.„Danke für Ihr Engagement zur Verbesserung dieses Landes. Sie sind die Helden dieses Augenblicks.“

„Nach fast 30 Jahren Arbeit in und zu Kolumbien freut mich diese Ehrung sehr“, erklärte Ambos. „Ich empfinde sie auch als Bestätigung für mein Bemühen um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Forschung und Lehre, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Errichtung des deutsch-kolumbianischen Friedensinstituts, an dem auch die Universität Göttingen maßgeblich beteiligt ist.“

Ambos war im Dezember 2017 zum Berater des Sondergerichts für den Frieden in Kolumbien gewählt worden. Das Sondergericht ist Bestandteil des Friedensvertrags zwischen der Guerillagruppe FARC-EP und der kolumbianischen Regierung vom November 2016. Er leitet die Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) an der Universität Göttingen, die auch eine der Partnereinrichtungen des kürzlich eröffneten Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto CAPAZ) ist. Weitere Informationen sind im Internet unter http://cedpal.uni-goettingen.deund www.page.instituto-capaz.orgzu finden.

 

Kontakt:

Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL)

Georg-August-Universität Göttingen – Juristische Fakultät

Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7834

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http://cedpal.uni-goettingen.de

Law Clinic Strafprozess ab SoSe 2018

Law Clinic Strafprozess

 

Ab dem Sommersemester 2019 veranstaltet Prof. Stefan König (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht) zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos (Richter an den Kosovo Sonderkammern) und Dr. Torben Asmus (Oberstaatsanwalt) wieder die „Law Clinic Strafprozess“.

Die Law Clinic wird die praktische Seite der Ausbildung im Strafprozessrecht beleuchten, vor allem durch die Einbindung von Strafverteidigern der Region in Form von Praktika und Modulen, eingebettet in die Vertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht (Sommersemester) und eine Seminarveranstaltung (Wintersemester). Die Praktika sollen in den dazwischenliegenden Semesterferien stattfinden. Die gesamte Veranstaltung soll also ca. 10 Monate dauern. U.a. können Schlüsselqualifikationen, Praktikums- und Seminarscheine erworben werden.

Weitere Informationen finden SIe unter Lehre - Law Clinic Strafprozess

Facebook:

@LawClinicStrafprozessUniGoe

Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts

Herr RiLG Prof. Ambos hat als Mitglied eines Konsortiums der Uni Göttingen, Giessen, FU Berlin und des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung den Zuschlag zu der von der Bundesregierung betriebenen Errichtung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI, Instituto Colombo Alemán para la Paz, ICAP) in Bogota, Kolumbien erhalten. Das Projekt wird seitens der juristischen Fakultät maßgeblich von der Forschungstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) und dem Institut für Landwirtschaftsrecht  (Prof. Martínez) unterstützt. Es wird vom DAAD aus Mitteln des AA für eine Dauer von 10 Jahren mit jährlich € 400.000 gefördert. Nähere Infos erhalten Sie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Führende Strafrechtslehrer aus England (später auch USA/Kanada) beleuchten Konzepte und Grundlagen des anglo-amerikanischen Straf- und Strafprozessrechts

Hier gelangen Sie zur Vortragsreihe

Neue Veröffentlichungen & Interviews

Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftstrafrechts

Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftsstrafrechts / Questions actuelles et fondamentales du droit pénal des affires

6. Deutsch-Französische Strafrechtstagung / 6ᵉ rencontre du droit pénal franco-allemand


Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht Band 39, 2019, 209 S.

ISBN 978-3-428-15714-3

Online bestellen im Duncker-Humblot-Shop

Auch als E-Book verfügbar.

 

Nationalsozialistisches Strafrecht

Nationalsozialistisches Strafrecht

Kontinuität und Radikalisierung


2019, Rund 160 S., Broschiert,

ISBN 978-3-8487-5631-5

Online bestellen im Nomos-Shop

Einige Rezensionen: 

„alles … ungeheuer spannend …  viel neues Material …  In der Sache stimme ich … durchgehend zu, insbesondere auch bei der Behandlung des Neukantianismus.“
Prof. (em.). Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin, München

großartiges Buch ….  Materialreichtum und Sicherheit der Beurteilungen beeindruckend“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Günther Jakobs, Bonn

»Eine höchst beeindruckende Leistung, die sowohl ungewöhnlich tiefe Einblicke in das nationalsozialistische (Un-)Rechtsdenken eröffnet als auch ungemein breite Vertrautheit mit der lateinamerikanischen Strafrechtsdoktrin erkennen lässt.«
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser, M.C.J., Freiburg i. Br.

"... ein gehaltvolles Buch, das für die Bestimmung des Gegenstandes der modernen Strafrechtswissenschaft wichtig ist, jedenfalls werden sollte. Die vorherrschende Meinung und die übliche Arbeitsweise im Strafrecht wird Mühe haben, die Themen aufzunehmen, die hier mit Klarheit ausformuliert wird. … höchst informative Auseinandersetzung mit Zaffaronis Ansichten und dabei ohne jeden vorwurfsvollen Ton ..."
Prof. (em.) Dr. Wolfgang Naucke, Frankfurt am Main

„ein gelungenes Werk, von dem ich sehr profitiert habe“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. Franz Streng, Uni Erlangen Nürnberg 

„Beeindruckend… Ein solches Buch zu dieser Zeit empfinde ich als Glücksfall. Entschieden wird der Gegenwartsbezug herausgestellt. Damit wird gleichermaßen entschieden Tendenzen entgegengetreten, das Thema der Strafrechtsgeschichte zu überantworten. Dem Materialreichtum der Schrift wird sich niemand entziehen können.“
Prof. (em.) Dr. Klaus Marxen, Berlin

"Die überaus materialreiche Schrift öffnet die Augen für die Kontinuität des Strafrechts in den Jahren vor, während und nach dem Ende des Nationalsozialismus. Sie zeigt zugleich die – durchaus aktuellen – Gefahren, die von einer Ent-Rationalisierung des Strafrechts und von dem Postulat einer vagen Gemeinschaftsethik als dessen vermeintlicher Grundlage ausgehen."
Prof. (em.) Dr. Thomas Weigend, Köln

„Kai Ambos hat mit seiner mutigen Veröffentlichung alles richtig gemacht – gerade in einer Zeit, in der in vielen europäischen Ländern Rechtspopulisten an die Macht kommen und sich auch das Strafrecht vorknöpfen. Fast überschwänglich fällt daher auch das Lob von namhaften Strafrechtsprofessoren wie unter anderem Claus Roxin, Günther Jakobs, Albin Eser und Wolfgang Naucke aus."
Hasso Suliak, Redakteur bei Legal Tribune Online, die ganze Rezension hier.

"Das vorliegende Buch von Ambos ist beeindruckend. Nicht nur die bereits erwähnte akribische Recherche zum nationalsozialistischen Strafrecht sowie die an den Tag gelegte umfassende Belesenheit des Autors sind positiv hervorzuheben, sondern besonderen Respekt verdient auch die Darstellung insgesamt, die augenscheinlich macht, wie überwunden scheinende Tendenzen einer längst vergangenen Zeit heute nur allzu gegenwärtig sind."
Alois Birklbauer, JSt 2019, S. 290
 
"Kai Ambos’ Studie macht bewusst, welches Personal diese Disziplin in der frühen Bundesrepublik geprägt hat und hier und da bis heute prägt."

Derecho Penal Internacional Económico

Derecho Penal Internacional Económico


ISBN: 978-84-9197-770-4

Editorial: Aranzadi

Número de Edición: 0

Pedidos: www.thomsonreuters.es

Interests of Justice? - Kai Ambos im EJIL Talk!-Blog, 11.06.2019
Colombia - Kai Ambos und Susann Aboueldahab im EJIL Talk!-Blog, 02.04.2019
UN-Sondergerichte in Syrien - Kai Ambos im Interview mit dem BR, 19.02.2019

Kai Ambos spricht mit dem Bayrischen Rundfunk über die Idee der Kurden, in Syrien ein UN-Sondergericht für die mutmaßlichen IS-Straftäter einzurichten.

 

Klicken Sie hier, um das Interview anzuhören:

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IS-Kämpfer nach Europa - Kai Ambos im Interview mit dem Deutschlandfunk, 19.02.2019