Colloquium about Sentencing 5. July 2019

13. Kriminal-
wissenschaftliches
Kolloquium

The Institute for Criminology is hosting a colloquium about "Sentencing - Comparative Insights" on the 5th July 2019. We ask that you please register for this event, but it will not require a fee.

You can find all relevant information regarding the venue, programm and supplementing literature here

Seminar im SoSe 2019

 

NS-Gedankengut im Strafrecht - Relikt oder Renaissance?

Die AfD sitzt als größte Oppositionsfraktion im Bundestag, in Dresden, Cottbus und Chemnitz gehen Tausende gegen Zuwanderung auf die Straße und obwohl immer weniger Flüchtlinge ins Land kommen, diskutiert das Land nun schon seit Jahren über Abschiebung und Integration. Dem zugrunde liegt eine Entwicklung am rechten Rand der Gesellschaft – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Davon betroffen sind auch und vor allem Entwicklungen im Strafrecht. Mit ihrer Zweidrittelmehrheit hat die Fidesz-Regierung von Ministerpräsident Orbán in Ungarn z.B. eine Verfassungsänderung durchgesetzt, die Erinnerungen an die nationalsozialistische Gesetzgebung gegen „Gemeinschaftsfremde“ und „Asoziale“ weckt. Das ist auch für Deutschland wichtig. Es zeigt, was passieren würde, wenn die AfD (mit-)regieren würde - immerhin sieht sich die Partei an der Seite Ungarns. Der Gesetzesentwurf der AfD „zur Verbesserung der Inneren Sicherheit“ vom 16.10.2018 gibt einen ersten Vorgeschmack darauf.

Dieses Seminar soll untersuchen, inwiefern NS-Gedankengut bis in unser heutiges Strafrecht hineinwirkt und/oder die Neue Rechte dieses erst wiederentdeckte. Laut Radikalisierungsthese und der ihr zugrundeliegenden Kontinuitätsthese kam das NS-Strafrecht weder aus dem Nichts noch ist es nach 1945 völlig verschwunden. Diese personelle und sachliche Kontinuität erklärt nicht nur das verbreitete Schweigen („kommunikatives Beschweigen“), sondern auch die fehlende accountability zahlreicher belasteter Juristen, die durch die „tabula rasa Politik“ der Adenauer-Regierung und die bis 1989 (!) vor allem mit Hilfe des Auswärtigen Amts aktive „Kriegsverbrecherlobby“ auf höchster Ebene sanktioniert wurde. Daran schließt die identitäre Rekonstruktion des germanischen Mythos durch die „neue Rechte“ nahtlos an.

Eine erste Vorbesprechung findet statt am

31.01.2019 um 18.00 Uhr s.t.

im Seminarraum in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

Award for contribution to the Colombian peace process

Professor Kai Ambos receives Order of merit “Carlos Lemos Simmonds” 2018

(pug) Law Professor Kai Ambos from the University of Göttingen has been awarded the Order of merit “Carlos Lemos Simmonds” for 2018 by the Colombian Press Association and the German Embassy in Bogotá. The award honours his contribution to the peace process in Colombia. It is given to persons who make outstanding contributions to transparency, democracy, German-Colombian friendship and social development.

“This tribute is for those who fight for transparency in companies, in municipalities, in security, each in their own field,” German Ambassador Peter Ptassek said. “I thank you for your commitment to improve this country. You are the heroes of the moment.”

“After almost 30 years working in and on Colombia, I am very grateful to receive this recognition,” Ambos said. “I also consider it as an acknowledgment of my efforts to strengthen the link between research and teaching, especially regarding the creation of the German-Colombian Peace Institute (Instituto Colombo-Alemán para la Paz, CAPAZ) in which also the participation of the University of Göttingen has been crucial.”

In December 2017, Ambos was selected as an international advisor (amicus curiae) to the Colombian Special Jurisdiction for Peace (Jurisdicción Especial para la Paz, JEP). He holds the Chair of Criminal Law, Criminal Procedure, Comparative Law and International Criminal Law and is the Director of the Centro de Estudios de Derecho Penal y Procesal Penal Latinoamericano (CEDPAL) at the University of Göttingen. Further information can be found at http://cedpal.uni-goettingen.de/ and http://www.page.instituto-capaz.org/.

 

Contact:

Centro de Estudios de Derecho Penal y Procesal Penal Latinoamericano (CEDPAL)

University of Göttingen – Faculty of Law

Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Phone +49 551 39-7834

Email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Web: http://cedpal.uni-goettingen.de

Building up a German-Colombian Peace Institute (Instituto CAPAZ)

As a member of a German consortium consisting of Georg August University (Göttingen), Justus Liebig University (Giessen), Freie Universität Berlin and the Peace Research Institute Frankfurt, Prof. Ambos was successfully awarded the contract for the German-Colombian Peace Institute (CAPAZ) in Bogotá, Colombia, that is funded by the German Academic Exchange Service (DAAD, in German) with the financial assistance of € 400.000 annually of the Federal Foreign Office in Germany (Auswärtiges Amt) for a period of 10 years. On the part of the Faculty of Law at Georg August University, the project is supported by the Center for Studies on Latin American Criminal Law and Criminal Procedure (CEDPAL) as well as the Institute for Agricultural Law (Prof. Martínez). For further information, please visit the university’s website.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Leading experts of criminal law from UK (but also from USA/Canada) will discuss the concepts and foundations of anglo-american crominal law and proceedings.

More about the Lecture Series

Neue Veröffentlichungen & Interviews

Neuerscheinung: Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftstrafrechts

Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftsstrafrechts / Questions actuelles et fondamentales du droit pénal des affires

6. Deutsch-Französische Strafrechtstagung / 6ᵉ rencontre du droit pénal franco-allemand


Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht Band 39, 2019, 209 S.

ISBN 978-3-428-15714-3

Online bestellen im Duncker-Humblot-Shop

Auch als E-Book verfügbar.

 

Neuerscheinung: Nationalsozialistisches Strafrecht

Nationalsozialistisches Strafrecht

Kontinuität und Radikalisierung


2019, Rund 160 S., Broschiert,

ISBN 978-3-8487-5631-5

Online bestellen im Nomos-Shop

Einige Rezensionen: 

„alles … ungeheuer spannend …  viel neues Material …  In der Sache stimme ich … durchgehend zu, insbesondere auch bei der Behandlung des Neukantianismus.“
Prof. (em.). Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin, München

großartiges Buch ….  Materialreichtum und Sicherheit der Beurteilungen beeindruckend“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Günther Jakobs, Bonn

»Eine höchst beeindruckende Leistung, die sowohl ungewöhnlich tiefe Einblicke in das nationalsozialistische (Un-)Rechtsdenken eröffnet als auch ungemein breite Vertrautheit mit der lateinamerikanischen Strafrechtsdoktrin erkennen lässt.«
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser, M.C.J., Freiburg i. Br.

"... ein gehaltvolles Buch, das für die Bestimmung des Gegenstandes der modernen Strafrechtswissenschaft wichtig ist, jedenfalls werden sollte. Die vorherrschende Meinung und die übliche Arbeitsweise im Strafrecht wird Mühe haben, die Themen aufzunehmen, die hier mit Klarheit ausformuliert wird. … höchst informative Auseinandersetzung mit Zaffaronis Ansichten und dabei ohne jeden vorwurfsvollen Ton ..."
Prof. (em.) Dr. Wolfgang Naucke, Frankfurt am Main

„ein gelungenes Werk, von dem ich sehr profitiert habe“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. Franz Streng, Uni Erlangen Nürnberg 

„Beeindruckend… Ein solches Buch zu dieser Zeit empfinde ich als Glücksfall. Entschieden wird der Gegenwartsbezug herausgestellt. Damit wird gleichermaßen entschieden Tendenzen entgegengetreten, das Thema der Strafrechtsgeschichte zu überantworten. Dem Materialreichtum der Schrift wird sich niemand entziehen können.“
Prof. (em.) Dr. Klaus Marxen, Berlin

"Die überaus materialreiche Schrift öffnet die Augen für die Kontinuität des Strafrechts in den Jahren vor, während und nach dem Ende des Nationalsozialismus. Sie zeigt zugleich die – durchaus aktuellen – Gefahren, die von einer Ent-Rationalisierung des Strafrechts und von dem Postulat einer vagen Gemeinschaftsethik als dessen vermeintlicher Grundlage ausgehen."
Prof. (em.) Dr. Thomas Weigend, Köln

„Kai Ambos hat mit seiner mutigen Veröffentlichung alles richtig gemacht – gerade in einer Zeit, in der in vielen europäischen Ländern Rechtspopulisten an die Macht kommen und sich auch das Strafrecht vorknöpfen. Fast überschwänglich fällt daher auch das Lob von namhaften Strafrechtsprofessoren wie unter anderem Claus Roxin, Günther Jakobs, Albin Eser und Wolfgang Naucke aus."
Hasso Suliak, Redakteur bei Legal Tribune Online, die ganze Rezension hier.

 

 

Neuerscheinung: Wirtschaftsvölkerstrafrecht

Wirtschaftsvölkerstrafrecht

Grundlagen der völkerstrafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen


2018, Duncker & Humblot, 95 Seiten

ISBN 978-3-428-15515-6

A4 Fyler

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"Der Autor schafft es vorbildlich, die zentralen Gedanken in verständlicher Sprache darzustellen, ohne sich auf der einen Seite in Details zu verlieren, auf der anderen Seite bietet die umfangsreiche Quellenangabe in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis für die an einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der Thematik Interessierten hinreichend Stoff zum Nachschlagen, was [...] die Qualität des Buches unterstreicht." -Birkelbauer, JSt 2019, S. 82

 

Lehrbuch: Internationales Strafrecht - 5. Auflage

Internationales Strafrecht


5. Auflage 2018. Buch. Rund 800 S. Softcover

C.H.BECK-Verlag,  ISBN 978-3-406-71118-3

Vorbestellbar im Beck-Shop unter beck-shop.de/bsamkp

Reuensionen zu den Vorauflagen finden Sie hier.

Nadine Zurkinden bezeichnet das Buch als "ein unverzichtbares Standard-Nachschlagewerk, das Studierenden, Praktikern und Wissenschaftlern uneingeschränkt zu empfehlen ist".
- Zurkinden, Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht 136, 2018, S. 547

European Criminal Law

European Criminal Law


Publisher: Cambridge University Press

Target online publication date: March 2018

Online ISBN: 9781316348628

Preorder: www.cambridge.org

Colombia - Kai Ambos und Susann Aboueldahab im EJIL Talk!-Blog, 02.04.2019
UN-Sondergerichte in Syrien - Kai Ambos im Interview mit dem BR, 19.02.2019

Kai Ambos spricht mit dem Bayrischen Rundfunk über die Idee der Kurden, in Syrien ein UN-Sondergericht für die mutmaßlichen IS-Straftäter einzurichten.

 

Klicken Sie hier, um das Interview anzuhören:

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IS-Kämpfer nach Europa - Kai Ambos im Interview mit dem Deutschlandfunk, 19.02.2019
"Anerkennung hat keine Wirkung" - Interview mit Herrn Prof. Ambos, tagesschau.de, 13.02.2019